Geschichte

Die Gründung der Ortsmusik dürfte mit der Gründung Kaltenbergs als eigene Gemeinde 1921 zusammenfallen. Nachdem einige Kaltenberger als Soldaten im 1. Weltkrieg mit Regimentsmusikern in Kontakt gekommen waren, begannen einige ein Musikinstrument zu erlernen. So erhielt der erste Kapellmeister und Begründer der Ortsmusik, Jakob Reithmayr, vom Stadlergut in Nadelberg, in Freistadt Musikunterricht.

Bei Veranstaltungen und kirchlichen Anlässen spielten häufig die „Stadler-Musikanten“ aus Nadelberg mit den „Grosser-Musikanten“ aus Unterweißenbach.

Zu den „Stadler Musikanten“ zählten:

  • Jakob Reithmayr
  • Johann Reithmayr
  • Anton Reithmayr
  • Adolf Reithmayr

Außerdem hatten sich in der Ortschaft Silberberg einige Musikanten zusammengetan, die beim alten „Karlinger-Schmied“ in Unterweißenbach Instrumente erlernten und später zusammen mit den „Karlinger Musikanten“ bei verschiedenen Anlässen in Kaltenberg spielten. Zu den „Silberberger Musikanten“ gehörten:

  • Gregor Hackl
  • Felix Buchmayr
  • Robert Hackl
  • Anton Hackl

Später bildeten die obengenannten „Stadler Musikanten“ mit den „Silberbergern“ die Ortsmusik Kaltenberg. Sie spielten anscheinend sehr gut, denn sie mussten auch oft in den Nachbargemeinden bei Hochzeiten und Begräbnissen aushelfen. Die Ortsmusik bestand damals aus 8-10 Mann. Nach dem Tod von Jakob Reithmayr im Jahre 1933 übernahm sein Sohn Anton Reithmayr die Kapellmeisterstelle.

1921 Karlinger Musikanten

Während des 2. Weltkrieges tat sich nicht viel auf dem Gebiet der Blasmusik. Nach dem Ende des Krieges kümmerte sich besonders Josef Röblreiter um die Ausbildung junger Musiker.

Im Jahr 1965 übergab der langjährige Kapellmeister Anton Reithmayr die Leitung der Ortsmusik an seinen Sohn Josef Reithmayr, der sie bis 1975 innehatte. Inzwischen hatte die Kapelle eine Stärke von 14 Mann erreicht und besaß seit den Sechzigerjahren auch schon eine eigene blaue Uniform, die man gebraucht angekauft hatte. Weil aber diese Uniform im Laufe der Zeit schon sehr gelitten hatte, wurde die Kapelle im Jahr 1972 durch die Schneiderei Kaltenberger mit einer neue Tracht (grüner Hut, grüner Rock, schwarze Kniebundhose, violette Stutzen und rosa Krawatte) eingekleidet.

 

Im Jahr 1972 wurde auf Anregung von Bgm. Otto Hackl der Musikverein zur Unterstützung der Ortsmusik gegründet. Der Musikverein hatte auf Anhieb 140 Mitglieder und Bürgermeister Otto Hackl war sein erster Obmann.

Nachdem Kapellmeister Josef Reithmayr sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde am 30. November 1975 Maximilian Hackl zum neuen Kapellmeister gewählt. Unter seiner Führung wurde in den nächsten Jahren vor allem auf die Ausbildung des jungen Nachwuchses großer Wert gelegt. Seine Söhne Richard und Franz Hackl bildeten selbst junge Musiker aus. So vergrößerte sich die Kapelle Jahr für Jahr. Erstmals wurden auch junge Mädchen in die Kapelle aufgenommen. Im Jahr 1982 wurde die Musikkapelle mit Lodenmäntel als Regen- und Kälteschutz ausgestattet. Die Zahl der aktiven Musiker war inzwischen auf über 20 angestiegen.

Ende 1983 wurde Vizebürgermeister Herbert Wurz als neuer Obmann des Musikvereins Kaltenberg  gewählt. Sein Vorgänger Otto Hackl wurde zum Ehrenobmann ernannt. Auf Anregung der neuen Musikvereinsleitung wurde am 30. April 1984 das erste Wunschkonzert gespielt.

Am 18.12.1985 verstarb der Gründungsobmann Altbürgermeister Otto Hackl. Obmann Herbert Wurz war seit der Herbstwahl 1985 der neue Bürgermeister.

Im Jahre 1990 war die Kapelle durch die gute Nachwuchsarbeit von Kapellmeister Hackl und Jugendreferent Johannes Hiemetsberger bereits auf 31 Mitglieder angewachsen.

Mit der erstmaligen Teilnahme der Musikkapelle Kaltenberg an der Konzertwertung beim Bezirksmusikfest in Windhaag bei Freistadt im Jahr 1991 begann eine neue Ära. Unter der Leitung von Kapellmeister Max Hackl erreichte die Kapelle schon beim ersten Antreten einen „Sehr guten Erfolg“. Ein Jahr später beim Bezirksmusikfest in St. Oswald/Freistadt konnten sich die Musiker mit Kapellmeister Hackl über einen „Ausgezeichneten Erfolg“ freuen.

Am 6. Juni 1993 wurde das, im Zuge des Schulumbaus, errichtete neue Musikheim eröffnet und gesegnet. Es war bereits seit 1991 als Probelokal in Verwendung. Die akute Raumnot, die bei über 30 Musikerinnen und Musikern im bisherigen Proberaum im Keller des Gemeindehauses geherrscht hatte, war nicht mehr zumutbar. Das neue Musikheim wurde unter dem neuen Turnsaal der Volksschule situiert und groß gestaltet.

Erstmals gab es am 3. April 1993 ein Frühjahrskonzert im neuen Turnsaal der Volksschule.

Am 2. Dezember 1998 legte der langjährige Kapellmeister Max Hackl sein Amt zurück, welches er 23 Jahre sehr erfolgreich ausgeübt hatte. Für seine Verdienste wurden ihm folgende Auszeichnungen verliehen:

  • 1975 Verdienstmedaille in Silber
  • 1983 Verdienstmedaille in Gold
  • 1987 Ehrennadel in Gold
  • 1988 Ehrenzeichen in Silber
  • 1993 Ehrenzeichen in Gold
  • 1998 Verdienstkreuz in Silber
  • 1999 Verdienstkreuz in Gold – höchste Auszeichnung Verabschiedung

Im Dezember 1998 übernahm der bisherige Kapellmeister-Stellvertreter Stefan Hiemetsberger die Leitung der Musikkapelle Kaltenberg.

 

Ein langgehegter Wunsch der Musikerinnen und Musiker ging 2001 in Erfüllung. Da die alte Tracht, die seit 1972 im Einsatz war, schon sehr abgetragen war, entschloss man sich zur Anschaffung einer neuen Tracht. Anlässlich des Frühjahrskonzertes am 21. April 2001 wurde die Tracht präsentiert.

Bei den Bezirksbläsertagen 2002 in Neumarkt nahm die Musikkapelle Kaltenberg erstmalig unter dem jungen Kapellmeister Stefan Hiemetsberger teil und erreichte einen „Sehr guten Erfolg“!

In den folgenden Jahren wurde regelmäßg an Konzert- und Marschwertungen erfolgreich teilgenommen.

 

Im Jahr 2006 wurde im Probenlokal eine neue Akustikdecke eingezogen, die Bestuhlung erneuert, die Räume neu ausgemalt und die WC-Anlagen erweitert.

Im Dezember 2008 übergab der langjährige Obmann Herbert Wurz nach 25-jähriger Obmanntätigkeit sein Amt an Norbert Gillinger und wurde im darauffolgenden Jahr zum Ehrenobmann ernannt.

 

 

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1972 wurden viele Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Ein besonders erfolgreiches Fest war 2011 der „Kaltenberger Almrausch“ in der Festhalle auf der Eibensteiner Ebene. Die Jungen Zillertaler sorgten für eine tolle Stimmung und ca. 1.100 Besucher feierten bis in die Morgenstunden.

 

Mittlerweile besteht die Musikkapelle Kaltenberg aus 42 Musiker/innen und 5 Marketenderinnen. (Stand Ende 2018).

 

Bisherige Kapellmeister:

  • 1921 – 1933          Jakob Reithmayr
  • 1933 – 1965          Anton Reithmayr
  • 1965 – 1975          Josef Reithmayr
  • 1975 – 1998          Maximilian Hackl
  • seit 1998                Stefan Hiemetsberger

Bisherige Obmänner:   

  • 1972 – 1983         Otto Hackl
  • 1983 – 2008         Herbert Wurz
  • seit 2008               Norbert Gillinger